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Infos zum Spektrum der ADHS

Der Bedarf an umfassenden und sachgerechten Informationen zum Thema ADHS ist groß.

Die nachfolgenden Fragen und Antworten sind der Patientenleitlinie entnommen, die weitere und sehr ausführliche Informationen bietet.

Noch weitergehende Informationen für Fachleute stehen in der offiziellen, verbindlichen und aktuellen S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS.

Die Bücher sind eine subjektive Auswahl. Viele Interessierte haben sie als hilfreich erlebt.
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Häufige Fragen

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine in der Kindheit beginnende Entwicklungsstörung mit den Kernsymptomen Unaufmerksamkeit, Impulsivität und/oder motorische Unruhe. Diese Symptome (Krankheitszeichen) müssen mindestens 6 Monate anhalten, in verschiedenen Lebensbereichen auftreten und mit einer zumindest mäßigen Beeinträchtigung im sozialen- und Leistungsbereich einhergehen.
Die Symptome und die mit ihr verbundenen Funktionseinschränkungen bleiben in vielen Fällen bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Die Kernsymptome der ADHS sind in den verschiedenen Altersstufen unterschiedlich ausgeprägt.
Im Vorschulalter steht meist die starke Bewegungsunruhe und Hyperaktivität im Vordergrund. Auch im Schulalter wird ein Kind mit ADHS zu einem großen Teil in Situationen auffallen, in welchen von ihm erwartet wird, ruhig sitzen zu bleiben. Ab dem Jugendalter zeigt sich die Hyperaktivität oftmals nicht mehr in gesteigerter körperlicher Aktivität, sondern vielmehr in Form von innerer Unruhe oder Fahrigkeit. Diese innere Form der Unruhe bleibt auch im Erwachsenenalter noch bestehen.
Auch das Symptom der Unaufmerksamkeit verändert sich im Lauf der Entwicklung. Die Störung der Aufmerksamkeit ist besonders im Schulalter offensichtlich, zumal die kontinuierliche konzentrierte Mitarbeit eine wesentliche Anforderung an Schulkinder darstellt und eine Störung der Konzentration im Unterricht direkt beobachtbar und feststellbar ist. Mit zunehmendem Alter erhöht sich entwicklungsbedingt die Aufmerksamkeitsspanne, doch bleibt sie im Vergleich mit Gleichaltrigen ohne ADHS häufig reduziert, was auch im Erwachsenenalter den Alltag Betroffener noch erheblich einschränken kann.
Auch die Impulsivität geht üblicherweise mit zunehmendem Alter zurück, bringt aber auch längerfristig erhebliche Funktionseinschränkungen im Alltag mit sich.
Angesichts der entwicklungsabhängigen Abnahme ADHS-typischer Symptome nimmt die Häufigkeit von ADHS vom Kindes- und Jugendalter bis ins Erwachsenenalter hin ab. Etwa 50 bis 80% der im Kindesalter Betroffenen weisen auch als Erwachsene noch ADHS-Symptome auf. Ein Drittel zeigt sogar noch das Vollbild der Störung.

Bei Kindern und Jugendlichen wurde ADHS in 5,3% bei Untersuchungen an größeren Bevölkerungsgruppen gefunden, wobei international keine wesentlichen Unterschiede bestehen. In Deutschland ist nach Elternberichten eine Diagnosehäufigkeit von etwa 5% anzunehmen. Im Erwachsenenalter wurde eine Häufigkeit von 2,5% festgestellt.

ADHS ist mit funktionellen Beeinträchtigungen verbunden, die häufig zu Problemen im Bereich von Schule, Ausbildung und Beruf und zu sozialen Schwierigkeiten in der Familie, im Kontakt mit Gleichaltrigen und Beziehungspartnern führen.
Längsschnittstudien haben gezeigt, dass von ADHS betroffene Erwachsene einen niedrigeren Ausbildungsstand erreichen, ein geringeres Einkommen und eine geringere berufliche Stellung haben, ein erhöhtes Risikoverhalten zeigen, häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt sind und häufiger Gesetzesübertretungen begehen.

Die Ursachen von ADHS sind verschiedenartig und bisher noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass dabei viele sich gegenseitig beeinflussende Faktoren beteiligt sind. Eine entscheidende Rolle spielen dabei erbliche Veranlagungen und Umwelteinflüsse in der Zeit vor, während und kurz nach der Geburt, die die Entwicklung von Aufbau und Funktion des Gehirns beeinflussen.

ADHS tritt in Familien gehäuft auf. Bei Geschwistern oder Eltern erkrankter Kinder liegt die Wahrscheinlichkeit zwischen 10 und 35%, ebenfalls an ADHS erkrankt zu sein. 
Bei Personen, die von ADHS betroffen sind, kommen bestimmte Erbanlagen häufiger vor als in der sonstigen Bevölkerung. Jede einzelne dieser Erbanlagen erhöht das Krankheitsrisiko für ADHS allerdings nur in geringem Maß. Erst in ihrer Kombination und in Wechselwirkung mit Umweltfaktoren tragen sie zur Entstehung einer ADHS bei.

Kinder von Raucherinnen haben ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, eine ADHS zu entwickeln. Unklar ist allerdings, ob dabei das Nikotin in der Schwangerschaft oder andere mit dem Rauchen verbundene Risikofaktoren wie etwa eine ADHS bei der Mutter eine ursächliche Rolle gespielt hat. Bei weiteren Umweltgiften besteht der Verdacht, an der Entstehung von ADHS beteiligt zu sein, so zum Beispiel für PCB (polychloriertes Biphenylen), wenn Mütter in der Schwangerschaft einer erhöhten Belastung mit PCB ausgesetzt waren, oder für Blei, für das erhöhte Werte im Blut von Kindern mit ADHS gefunden wurden. Die ursächliche Bedeutung dieser Umweltgifte ist aber noch ungeklärt. Auch Frühgeburtlichkeit wird als Risikofaktor diskutiert, da ADHS bei Frühgeborenen häufiger ist als bei Reifgeborenen.
Ungünstige psychosoziale Bedingungen wie Armut, Vernachlässigung, psychische Erkrankungen der Eltern sind bei Kindern mit ADHS häufiger.

Ob und wie sich bestimmte Umwelteinflüsse bei einer Person auswirken, kann davon beeinflusst werden, welche Erbanlagen diese Person hat.

Für die Diagnose ADHS müssen die Diagnosekriterien nach DSM 5 oder ICD-10 (das sind internationale Klassifikationssysteme für Krankheiten) erfüllt sein. Dazu muss unaufmerksames und impulsives Verhalten mit oder ohne deutliche Hyperaktivität ausgeprägt sein, nicht dem Alter und Entwicklungsstand entsprechen und zu mindestens mäßiger Beeinträchtigung in verschiedenen sozialen Bezugssystemen und im Leistungsbereich von Schule und Beruf führen. Diese Auffälligkeiten müssen durchgehend länger als 6 Monate bestehen und bereits im Kindesalter vorhanden gewesen sein.
Die Symptome dürfen nicht besser durch andere körperliche oder psychische Störungen erklärt werden können.

Eine diagnostische Abklärung auf ADHS sollte veranlasst werden bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die folgende Auffälligkeiten aufweisen: Entwicklungsstörungen oder Lern- / Leistungsprobleme oder Verhaltensprobleme oder andere in Frage kommende psychische Störungen (siehe unten) und bei denen diese Probleme mit Hinweisen auf Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit und Konzentration oder auf erhöhte Unruhe oder Impulsivität kombiniert sind.

Grundlage für die Diagnose ADHS sollen sein:
1. eine umfassende Befragung des Patienten und – v.a. bei Kindern und Jugendlichen – seiner Bezugspersonen (vor allem der Eltern, wenn möglich auch der Lehrer / Erzieher, einschließlich schriftlicher Berichte und Zeugnisse), die inhaltlich gegliedert folgende Themen umfassen soll:
a) Wie ist die aktuelle ADHS-Symptomatik: Welche Symptome liegen vor? Wie häufig und wie stark ausgeprägt sind sie in verschiedenen Lebensbereichen (Familie, Schule, Freizeitbereich)? Welche Unterschiede in der Ausprägung gibt es in diesen Lebensbereichen (z. B. bei Hausaufgaben, bei Familienaktivitäten)?
b) Wie schränken die ADHS-Symptome die Funktionsfähigkeit ein (z. B. in den Beziehungen, der Leistungsfähigkeit, der Teilhabe)?
c) Welche psychischen Symptome oder Störungen oder körperliche Erkrankungen bestehen außerdem noch?
d) Wie sind die aktuellen und wie waren die früheren Rahmenbedingungen?
Welche Möglichkeiten zur Unterstützung und welche Belastungen gibt es in der Familie und in Kindergarten / Schule oder am Arbeitsplatz?
Gibt es Probleme mit der psychischen und körperlichen Gesundheit der Bezugspersonen?
e) Wie und wann haben sich erste Symptome der ADHS gezeigt und wie hat sich die Symptomatik dann weiter entwickelt? Welche Vorbehandlungen gab es im Zusammenhang damit?
f) Welche Möglichkeiten zur Unterstützung, welche Wünsche und Bedürfnisse hat der Patient und seine Bezugspersonen?
g) Welche Krankheiten sind in der Familie bekannt? Gibt es insbesondere Anhaltspunkte dafür, ob bei engen Familienangehörigen Anzeichen für eine ADHS bestehen?
2. die Verhaltensbeobachtung des Patienten und – bei Kindern und Jugendlichen – wie Patient und Eltern in der Untersuchungssituation miteinander umgehen.
ADHS Symptome müssen dabei nicht notwendigerweise auftreten;
3. die körperliche Untersuchung und die Beurteilung des Entwicklungsstandes.

Eine routinemäßige Durchführung von Laboruntersuchungen oder apparativen medizinischen Untersuchungen ist im Rahmen der ADHS-Diagnostik nicht erforderlich. Sie sollen aber durchgeführt werden, wenn das für die Abklärung möglicher zugrundeliegender somatischer Erkrankungen oder für differenzialdiagnostische Abklärungen von Bedeutung ist.

Die Symptomatik der ADHS ist in unterschiedlichen Altersgruppen verschieden ausgeprägt. Folgende altersspezifische Besonderheiten sollten bei der Diagnostik berücksichtigt werden:
• Die Diagnose einer ADHS soll vor dem Alter von drei Jahren nicht gestellt werden. Bei Kindern im Alter von drei bis vier Jahren kann die Diagnose in der Regel nicht hinreichend sichergestellt werden.
• Bei Kindern im Vorschulalter soll die Diagnose in der Regel nur bei sehr starker Ausprägung der Symptomatik gestellt werden.
• Bei jüngeren Kindern können sehr stark ausgeprägte Unruhe, Impulsivität und Ablenkbarkeit sowie Störungen der Regulation Risikofaktoren für die Entwicklung einer ADHS sein.
• Je jünger die Kinder sind, umso schwieriger ist eine Abgrenzung zu Normvarianten.
• Im Jugend- und Erwachsenenalter muss die im Verlauf der Pubertät oft einsetzende Verminderung der Hyperaktivität berücksichtigt werden.

Nachdem die Diagnose gestellt ist, sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS abgeklärt werden, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Diese sollten dem Patienten vorgestellt und erläutert werden, damit er sich mit diesem Wissen dafür oder dagegen entscheiden kann (informierte Entscheidung). Außerdem sollte vom Behandler erfragt werden, welche dieser Behandlungsmöglichkeiten vom Patienten und seinen Bezugspersonen gewünscht und mitgetragen werden (partizipative Entscheidungsfindung).
Bei der Auswahl der Therapie sollten persönliche Faktoren (z. B. Leidensdruck), Umgebungsfaktoren, der Schweregrad der Störung sowie zusätzlich vorhandener Störungen und die Teilhabe berücksichtigt werden.

Bei erfolgreicher medikamentöser oder nichtmedikamentöser Therapie der ADHS-Kernsymptomatik soll gemeinsam mit dem jeweiligen Patienten und seinen Bezugspersonen
überprüft werden, ob zusätzlich bestehende Störungen oder Probleme weiter bestehen (z. B. aggressives Verhalten, Ängste oder Lernschwierigkeiten). Für diese begleitenden Schwierigkeiten sollten jeweils ein individueller Behandlungsplan aufgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

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Bücher

Herder Verlag, 2023
ISBN 9783431602115
24 €, eBook 20,99 €
https://www.herder.de/leben/shop/p6/81287-ich-liebe-dich-so-wie-du-bist-klappenbroschur/

„Kinder machen ihre Sachen gut, wenn sie können“ – und nicht, wie meist postuliert wird „Kinder machen ihre Sache gut, wenn sie wollen“. Aufbauend auf diese These von dem amerikanischen Kinderpsychologen Ross Green vermitteln die Autoren ihren Lesern Informationen über die psycho-emotionale Entwicklung des Kindes und Verhaltensideen, um die Gefühle ihrer Kinder anzunehmen, zu verstehen und liebevoll zu begleiten. Ein Schwerpunkt stellt das Verständnis und der Umgang mit kindlichen Wutanfällen dar, die auch im klinischen Alltag zunehmend eine große Rolle spielen: was mache ich, wenn mein Kind austickt, was sollte ich vermeiden, um die Wut nicht zu verstärken – bei dem Kind aber auch bei mir selbst. Wie sinnvoll sind Auszeiten. Und vor allem, wie schaffe ich es mit liebevollem Verhalten , meinem Kind Grenzen, Regeln und Respekt zu vermitteln. Anschaulich mit vielen Beispielen und „Verhaltenstrainings“ unterstützen die Autoren den Leser auf diesem schwierigen Weg.

Ein weiteres Thema stellt das Erkennen und der Umgang von kindlichen Ängsten dar, die Trauerbegleitung und die Unterstützung in Trennungssituationen. Bei all dem werden aber auch die Belastungen, die auf den Eltern ruhen, nicht übersehen und ressourcenorientiert darauf eingegangen, dass auch die eigenen Bedürfnisse beachtet werden müssen und wie sie in Einklang zu bringen sind mit den enormen Herausforderungen, die die Erziehung mit Kindern vor allem, wenn diese in ihrer psycho-emotionalen Regulation überfordert sind, mit sich bringen.

Die Autoren sind Psychologen und leiten die Akademie für Lerncoaching in Zürich. Sie haben einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Kindern, die „anders sind“ als die anderen. Dadurch hebt sich ihr Buch deutlich von den zahlreichen Büchern über Kindererziehung ab. Dieses Buch dient als Elterncoach, ist anregend zu lesen und ermöglicht dem Leser, in kleinen Abschnitten individuell auf die Situation angepasst, alte oft wenig hilfreiche Verhaltensmuster zu durchbrechen.

Nicht nur für Eltern ist die Lektüre des Buches empfehlenswert. Auch für Kollegen, die im klinisch/praktischen Alltag zunehmend mit psycho-sozialen Problemen ihrer Patienten konfrontiert werden und damit zum mehr oder weniger professionellen Ratgeber mutieren.

Dr. Kirsten Stollhoff

Hogrefe-Verlag
4. überarbeitete Auflage 2021
ISBN: 987-3-456-86082-4,

Siehe Rezension von Frau Dr. Stollhoff im ärztlichen Bereich > Fachartikel

 

Thomas E. Brown
ADHS bei Kindern und Erwachsenen – eine neue Sichtweise

ISBN 978-3-456-85854-8
Hogrefe Verlag, 2018, 29,95 €

Cordula Neuhaus
ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

ISBN-13-978-3-17-037146-0
Verlag: Kohlhammer, 5. überarbeitete und erweiterte Auflage 2020
Preis: 24,00 € | eBook 21,99 €

Astrid Neuy-Bartmann
ADHS
Erfolgreiche Strategien für Erwachsene und Kinder

ISBN-13-978-3-608-96277-2
Verlag: Klett-Cotta Verlag, 9. Auflage, 2017, 20,00 €

Das Chancenbuch für Erwachsene

Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowisz
Gräfe und Unzer 2023
ISBN 978-3-8338-9011-6
https://www.gu.de/produkte/koerper-geist-seele/alternativ-heilen/habe-ich-adhs-neuy-lobkowicz-2023/

Siehe Rezension von Frau Dr. Stollhoff im ärztlichen Bereich > Fachartikel

Adam Alfred, Stefanie Eiden, Klaus Werner Heuschen, Astrid Neuy-Bartmann, Ulrich Rothfelder:
AD/HS - Praxishandbuch
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung und ihre Begleiterkrankungen - Ein praktischer Leitfaden für Kinder und ihre Eltern, Jugendliche, Erwachsene, Lehrer und Therapeuten

ISBN-13-978-3-9813333-1-2
Verlag: ADHS Zentrum München, 2. Aufl. 2013, 22,95 €
https://adhs-muenchen.net/adhs-zentrum/buecher-videos/

Just Lauer, Visnja Lauer, Arno Backhaus
Ach du Schreck! ADS

Vom Chaoskind zum Lebenskünstler
ISBN-13: 978- 9783865065667
Brendow Verlag, eBook, 2013, 9,99 €

Helga Simchen
ADS. Unkonzentriert, verträumt, zu langsam und viele Fehler im Diktat
Diagnostik, Therapie und Hilfen für das hypoaktive Kind

ISBN-13-978-3-17-037539-0
Verlag: Kohlhammer Verlag, 11. Auflage 2021
Preis: 22,00 € | eBook 19,99 €

Kirsten Stollhoff (Hrsg.), Wilma Mahler, Karin Duscha
Hochrisiko ADHS
Plädoyer für eine frühe Therapie

ISBN-13-978-3-7950-0796-6
Verlag: Schmidt-Römhild Verlag, 2. Auflage 2003, 14,80 €

Fritz Jansen, Uta Streit
Positiv Lernen
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit Beiträgen zu Legasthenie und Dyskalkulie. Das IntraActPlus-Konzept.

ISBN 978-3540212720
Springer Verlag, 2. Auflage 2006,
39,99 €  |  eBook 22,47

Stefanie Rietzler, Fabian Grolimund
Erfolgreich lernen mit ADHS
Der praktische Ratgeber für Eltern

ISBN-13: 978-3456856186
Verlag: Hogrefe, vorm. Hans Huber, 2. Auflage 2016
Preis: 24,95 € | eBook 21,99 €

Anna Maria Sanders
Ich dreh gleich durch!
Tagebuch eines ADHS-Kindes und seiner genervten Leidensgenossen

ISBN-13: 978-3579086330
Verlag: Gütersloher Verlagshaus, 3. Auflage 2016, 20,00 €

Anja Freudiger
Mein großer Bruder Matti
Kindern ADHS erklären

ISBN: 978-3-86739-072-9
Verlag: Balance Buch + Medien, 2. Auflage 2015
Preis: 17,00 € (gebunden)

Anna Gavalda
35 Kilo Hoffnung

ISBN: 978-3-8458-0181-0
Verlag: ars Edition, 2013
Preis: 6,99 €

Doris Ryffel-Rawak
Wir fühlen uns anders!
Wie betroffene Erwachsene mit ADS/ADHS sich selbst und ihre Partnerschaft erleben

ISBN 13: 9783456756721
Verlag: Hogrefe, vorm. Hans Huber, 3. Auflage 2016, 16,99 €

Doris Ryffel-Rawak
ADHS bei Erwachsenen
Betroffene berichten aus ihrem Leben

ISBN-13 9783456744667
Verlag: Hans Huber Verlag, 2. Auflage 2007
gebraucht oder eBook 14,99 €

Christine Carl et al : Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S
Beltz Verlag ISBN 978-3-407-86704-9
4. Auflage 2023-08-06, 20 €
https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/48680-die-welt-der-frauen-und-maedchen-mit-adhs.html

Viele Frauen und Mädchen wissen nicht, dass sie eine ADHS haben – und das ist gut so. Sie werden für ihren schnellen Blick geschätzt, ihre Lebendigkeit und Spontaneität, ihre Vorstellungskraft und ihr soziales Engagement. Und ihr Hang zum Chaos, ihre Verpeiltheit wird wohlwollend als Teil ihrer Persönlichkeit betrachtet. Und sie leben gut mit ihren Besonderheiten.

Andere Frauen und Mädchen wissen ebenfalls nicht, dass sie eine ADHS haben – und das ist nicht gut so. Denn sie sind mit ihrem Leben unzufrieden und wünschen sich Herausforderungen. Gleichzeitig fühlen sie sich von den Anforderungen, die an sie gestellt werden, überfordert und quälen sich mit Routinen. Nicht selten werden sie abgelehnt, ausgeschlossen oder gekündigt. Und von diesen Frauen berichten die Autoren. Denn immer noch wird ADHS bei Frauen zu oft übersehen. Nicht selten werden nur die Komorbiditäten erkannt wie Angststörung, emotionale Dysregulation, Depression.

In 9 Kapiteln bringen die Autorinnen, Mitglieder der Freiburger Arbeitsgruppe ADHS den Lesern die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S nahe. Die letzten 2 Kapitel sind der Therapie von Selbsthilfe über psychoedukative Maßnahmen bis zur Medikation und Verhaltenstherapie gewidmet.

Kommentar

Das Buch lebt von der langjährigen  praxisorientierten Erfahrung der Autorinnen mit Frauen mit einer ADHS. Es ist auch nach einem anstrengenden Arbeitstag gut zu lesen und wird durch Tabellen und Arbeitsanweisungen aufgelockert. Es ist nicht nur Selbstbetroffenen mit einer ADHS zu empfehlen sondern auch allen Ärzten und Therapeuten, die junge Mädchen und Frauen mit einer ADHS betreuen. Und vielleicht hilft es ja sogar dabei, dem Kinder- und Jugendarzt bei Müttern mit einer ADHS diese zu erkennen und eine Diagnostik und Behandlung zu veranlassen. Den Betroffenen selbst aber auch der ganzen Familie wäre damit sehr geholfen – und auch der Praxis: Termin werden dann verlässlicher wahrgenommen.

Dr. Kirsten Stollhoff

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Tipps zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit ADHS

Was können Eltern selber tun? Können Eltern etwas tun, um die Verhaltensprobleme ihres Kindes zu bessern? Durch ihren erzieherischen Einfluss können Eltern die Auswirkungen von ADHS und das Verhalten der Kinder beeinflussen.

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Gemeinsam aktiv zu Hause

Gemeinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden machen Freude und tun allen gut. Hier ein paar Ideen.

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Aktuelle Film- und Radiobeiträge

Hier werden ausgewählte Sendungen zum Themenbereich ADHS verlinkt. Die AG übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte. Sie liegt bei den Sendern.

Hype und Hilfe :ADHS im Fokus

NDR Info Synapsen - 22.12.2023, 79 min

Ist es Wahrheit oder Wahrnehmung, dass ADHS zugenommen hat? In den sozialen Medien ist es ein Trendthema - kann das auch nützlich sein?

Die Ursachen der psychischen Störung ADHS sind nach wie vor nicht eindeutig identifiziert, doch die Zahl der Diagnosen hat zugenommen. Denn nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene können darunter leiden. Und bei Mädchen wurde die Störung oft übersehen.

"Hat das Kind nur zu viel Energie oder ADHS?" Warum es für viele Menschen - besonders Eltern - hilfreich wäre, wenn es eine Biomarker-Diagnostik für ADHS gäbe, hat sich die Journalistin Lucie Kluth von Forschenden erklären lassen. Mit Host Korinna Hennig erörtert sie, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, von Ritalin bis Lerntrainings, welche positiven Aspekte sich bei ADHS zeigen können und welche Risikofaktoren existieren.

Neurodivergenz - Zwischen Trend und Reform der Psychologie

DLF Zeitfragen 02.02.2023 | 29:48 Minuten

Autismus, ADHS, Zwangsstörungen. Wenn neurobiologische Unterschiede als Dispositionen unter anderen betrachtet werden, sind diese Phänomene Bestandteile menschlicher Vielfalt und keine „Krankheiten“. Was kann das Konzept der Neurodivergenz bewirken?

Die Behandlung von Erwachsenen mit ADHS

DLF Zeitfragen· 28.07.2022 | 7:05 Minuten

ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen von Kindern. Aber auch Erwachsene können unter der Entwicklungsstörung leiden – wenn diese bei ihnen nicht früher erkannt und therapiert wurde. Welche Behandlung ist dann für sie die richtige?

 

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WDR

Knietzsche und ADHS - Knietzsches Doktor-Check

WDR Planet Schule 30.03.2022 | 3:12 Minuten

Knietzsche meint, dass ADHS wie ein Kolibri wirkt - man flattert mit Vollgas knallbunt durchs Leben, kann andere Menschen aber auch ganz schön überfordern. Wenn jemand ADHS hat, dann interessiert er sich vielleicht für tausend Dinge gleichzeitig oder er ist abgetaucht in einer Phantasiewelt. Das Gehirn geht ganz eigene Wege, aber dabei kann auch die größte Kreativität entstehen und wunderbare Kunst erschaffen.

ADHS und Achtsamkeit

DLF Nova 24.03.2022

Wie kann man achtsam sein im Moment, wenn genau das Problem ist? Tatsächlich gibt es Achtsamkeitsübungen, die speziell für Menschen mit ADHS entwickelt wurden.

ADHS bei Erwachsenen: Wege aus dem Chaos

WDR 5

Konzentrationsprobleme, Impulsivität und ein Versinken im gedanklichen und tatsächlichen Chaos: So beschreiben erwachsene Betroffene ihren Alltag mit ADHS, der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Wie und wo finden sie dauerhaft Hilfe?

ADHS bei Kindern und Jugendlichen

WDR 5

ADHS betrifft nicht nur die Kinder, sondern hat Auswirkungen auf das gesamte Umfeld. Warum es wichtig ist, die Störung zu verstehen, und welche Möglichkeiten der Hilfe es gibt, erklärt Prof. Dr. Michael Siniatchkin, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

ADHS - Warum viele auch als Erwachsene noch leiden

Bayern 2

Lange dachte man, nur Kinder würden an ADHS erkranken, an einer "Aufmerksamkeits-defizit-Hyperaktivitätsstörung". Im Erwachsenenalter würde sich das bei den meisten Menschen dann "auswachsen". Doch eine Studie aus den USA legt nahe: viele leiden auch als Erwachsene noch an der Krankheit.

Wirksamere Therapien bei ADHS

SWR2

Gut 30 Jahre ist ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) als Krankheit klassifiziert, seither wird über die Therapie dieser Verhaltensauffälligkeit gestritten. Heute wird zur Behandlung von ADHS stärker auf Pillen gesetzt als früher. Kritiker warnen jedoch vor den Nebenwirkungen.

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ZDF

Luka - Meine Woche im ADHS-Camp

ZDFtivi - stark!

Der 11-jährige Luka aus Slowenien hat ADHS. In der Schule bereitet ihm das Probleme und er findet keine Freunde.

AD(H)S - das musst du wissen

funk

Von AD(H)S hat jede:r schon mal gehört, aber was genau heißt das eigentlich, AD(H)S zu haben? Wie äußert sich das? Und was ist dran an bekannten Mythen wie “nur Kinder können AD(H)S haben” und “AD(H)S kommt durch schlechte Erziehung”?

Weitere Informationen

Die nachfolgenden Links sind subjektiv ausgewählt und wir freuen uns über Ergänzungen! Wir möchten aktuell bleiben und bitten darum, uns auf unpassende und "tote" Seiten hinzuweisen. Besten Dank!

ADHS Info-Portal

vielfältig und aktuell, angegliedert an die Uni Köln

zentrales adhs-netz

bundesweites Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS, moderiert mit der Uni Köln

ADHS-Deutschland

Selbsthilfe für Menschen mit ADHS | Vielfältige, gut fundierte und praktische Informationen

JUVEMUS

informiert über AD(H)S sowie über Teilleistungsschwächen und Verarbeitungsstörungen

ADHS-Elterntraining

für schwierige Erziehungssituationen mit Ihrem Kind