Was Sie auf dieser Seite erwartet ▼
- Infos zum Spektrum der AD(H)S
- Häufige Fragen
- Bücher
- Tipps zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit ADHS
- ADHS und soziale Erschöpfung - Wenn Rückzug kein Rückschritt ist
- Gemeinsam aktiv zu Hause
- Aktuelle Film- und Radiobeiträge
- Weitere Informationen, Links zu anderen Organisationen
Der Bedarf an umfassenden und sachgerechten Informationen zum Thema ADHS ist groß.
Die nachfolgenden Fragen und Antworten sind der Patientenleitlinie entnommen, die weitere und sehr ausführliche Informationen bietet.
Noch weitergehende Informationen für Fachleute stehen in der offiziellen, verbindlichen und aktuellen S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS. Sie wird z.Zt. überarbeitet und aktualisiert.
Die Bücher sind eine subjektive Auswahl. Viele Interessierte haben sie als hilfreich erlebt.
Bitte unterstützen Sie den lokalen Fachhandel und kaufen Sie Ihre Bücher beim Buchhändler am Ort.
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine in der Kindheit beginnende Entwicklungsstörung mit den Kernsymptomen Unaufmerksamkeit, Impulsivität und/oder motorische Unruhe. Diese Symptome (Krankheitszeichen) müssen mindestens 6 Monate anhalten, in verschiedenen Lebensbereichen auftreten und mit einer zumindest mäßigen Beeinträchtigung im sozialen- und Leistungsbereich einhergehen.
Die Symptome und die mit ihr verbundenen Funktionseinschränkungen bleiben in vielen Fällen bis ins Erwachsenenalter bestehen.
Die Kernsymptome der ADHS sind in den verschiedenen Altersstufen unterschiedlich ausgeprägt.
Im Vorschulalter steht meist die starke Bewegungsunruhe und Hyperaktivität im Vordergrund. Auch im Schulalter wird ein Kind mit ADHS zu einem großen Teil in Situationen auffallen, in welchen von ihm erwartet wird, ruhig sitzen zu bleiben. Ab dem Jugendalter zeigt sich die Hyperaktivität oftmals nicht mehr in gesteigerter körperlicher Aktivität, sondern vielmehr in Form von innerer Unruhe oder Fahrigkeit. Diese innere Form der Unruhe bleibt auch im Erwachsenenalter noch bestehen.
Auch das Symptom der Unaufmerksamkeit verändert sich im Lauf der Entwicklung. Die Störung der Aufmerksamkeit ist besonders im Schulalter offensichtlich, zumal die kontinuierliche konzentrierte Mitarbeit eine wesentliche Anforderung an Schulkinder darstellt und eine Störung der Konzentration im Unterricht direkt beobachtbar und feststellbar ist. Mit zunehmendem Alter erhöht sich entwicklungsbedingt die Aufmerksamkeitsspanne, doch bleibt sie im Vergleich mit Gleichaltrigen ohne ADHS häufig reduziert, was auch im Erwachsenenalter den Alltag Betroffener noch erheblich einschränken kann.
Auch die Impulsivität geht üblicherweise mit zunehmendem Alter zurück, bringt aber auch längerfristig erhebliche Funktionseinschränkungen im Alltag mit sich.
Angesichts der entwicklungsabhängigen Abnahme ADHS-typischer Symptome nimmt die Häufigkeit von ADHS vom Kindes- und Jugendalter bis ins Erwachsenenalter hin ab. Etwa 50 bis 80% der im Kindesalter Betroffenen weisen auch als Erwachsene noch ADHS-Symptome auf. Ein Drittel zeigt sogar noch das Vollbild der Störung.
Bei Kindern und Jugendlichen wurde ADHS in 5,3% bei Untersuchungen an größeren Bevölkerungsgruppen gefunden, wobei international keine wesentlichen Unterschiede bestehen. In Deutschland ist nach Elternberichten eine Diagnosehäufigkeit von etwa 5% anzunehmen. Im Erwachsenenalter wurde eine Häufigkeit von 2,5% festgestellt.
ADHS ist mit funktionellen Beeinträchtigungen verbunden, die häufig zu Problemen im Bereich von Schule, Ausbildung und Beruf und zu sozialen Schwierigkeiten in der Familie, im Kontakt mit Gleichaltrigen und Beziehungspartnern führen.
Längsschnittstudien haben gezeigt, dass von ADHS betroffene Erwachsene einen niedrigeren Ausbildungsstand erreichen, ein geringeres Einkommen und eine geringere berufliche Stellung haben, ein erhöhtes Risikoverhalten zeigen, häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt sind und häufiger Gesetzesübertretungen begehen.
Die Ursachen von ADHS sind verschiedenartig und bisher noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass dabei viele sich gegenseitig beeinflussende Faktoren beteiligt sind. Eine entscheidende Rolle spielen dabei erbliche Veranlagungen und Umwelteinflüsse in der Zeit vor, während und kurz nach der Geburt, die die Entwicklung von Aufbau und Funktion des Gehirns beeinflussen.
ADHS tritt in Familien gehäuft auf. Bei Geschwistern oder Eltern erkrankter Kinder liegt die Wahrscheinlichkeit zwischen 10 und 35%, ebenfalls an ADHS erkrankt zu sein.
Bei Personen, die von ADHS betroffen sind, kommen bestimmte Erbanlagen häufiger vor als in der sonstigen Bevölkerung. Jede einzelne dieser Erbanlagen erhöht das Krankheitsrisiko für ADHS allerdings nur in geringem Maß. Erst in ihrer Kombination und in Wechselwirkung mit Umweltfaktoren tragen sie zur Entstehung einer ADHS bei.
Kinder von Raucherinnen haben ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, eine ADHS zu entwickeln. Unklar ist allerdings, ob dabei das Nikotin in der Schwangerschaft oder andere mit dem Rauchen verbundene Risikofaktoren wie etwa eine ADHS bei der Mutter eine ursächliche Rolle gespielt hat. Bei weiteren Umweltgiften besteht der Verdacht, an der Entstehung von ADHS beteiligt zu sein, so zum Beispiel für PCB (polychloriertes Biphenylen), wenn Mütter in der Schwangerschaft einer erhöhten Belastung mit PCB ausgesetzt waren, oder für Blei, für das erhöhte Werte im Blut von Kindern mit ADHS gefunden wurden. Die ursächliche Bedeutung dieser Umweltgifte ist aber noch ungeklärt. Auch Frühgeburtlichkeit wird als Risikofaktor diskutiert, da ADHS bei Frühgeborenen häufiger ist als bei Reifgeborenen.
Ungünstige psychosoziale Bedingungen wie Armut, Vernachlässigung, psychische Erkrankungen der Eltern sind bei Kindern mit ADHS häufiger.
Ob und wie sich bestimmte Umwelteinflüsse bei einer Person auswirken, kann davon beeinflusst werden, welche Erbanlagen diese Person hat.
Für die Diagnose ADHS müssen die Diagnosekriterien nach DSM 5 oder ICD-10 (das sind internationale Klassifikationssysteme für Krankheiten) erfüllt sein. Dazu muss unaufmerksames und impulsives Verhalten mit oder ohne deutliche Hyperaktivität ausgeprägt sein, nicht dem Alter und Entwicklungsstand entsprechen und zu mindestens mäßiger Beeinträchtigung in verschiedenen sozialen Bezugssystemen und im Leistungsbereich von Schule und Beruf führen. Diese Auffälligkeiten müssen durchgehend länger als 6 Monate bestehen und bereits im Kindesalter vorhanden gewesen sein.
Die Symptome dürfen nicht besser durch andere körperliche oder psychische Störungen erklärt werden können.
Eine diagnostische Abklärung auf ADHS sollte veranlasst werden bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die folgende Auffälligkeiten aufweisen: Entwicklungsstörungen oder Lern- / Leistungsprobleme oder Verhaltensprobleme oder andere in Frage kommende psychische Störungen (siehe unten) und bei denen diese Probleme mit Hinweisen auf Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeit und Konzentration oder auf erhöhte Unruhe oder Impulsivität kombiniert sind.
Grundlage für die Diagnose ADHS sollen sein:
1. eine umfassende Befragung des Patienten und – v.a. bei Kindern und Jugendlichen – seiner Bezugspersonen (vor allem der Eltern, wenn möglich auch der Lehrer / Erzieher, einschließlich schriftlicher Berichte und Zeugnisse), die inhaltlich gegliedert folgende Themen umfassen soll:
a) Wie ist die aktuelle ADHS-Symptomatik: Welche Symptome liegen vor? Wie häufig und wie stark ausgeprägt sind sie in verschiedenen Lebensbereichen (Familie, Schule, Freizeitbereich)? Welche Unterschiede in der Ausprägung gibt es in diesen Lebensbereichen (z. B. bei Hausaufgaben, bei Familienaktivitäten)?
b) Wie schränken die ADHS-Symptome die Funktionsfähigkeit ein (z. B. in den Beziehungen, der Leistungsfähigkeit, der Teilhabe)?
c) Welche psychischen Symptome oder Störungen oder körperliche Erkrankungen bestehen außerdem noch?
d) Wie sind die aktuellen und wie waren die früheren Rahmenbedingungen?
Welche Möglichkeiten zur Unterstützung und welche Belastungen gibt es in der Familie und in Kindergarten / Schule oder am Arbeitsplatz?
Gibt es Probleme mit der psychischen und körperlichen Gesundheit der Bezugspersonen?
e) Wie und wann haben sich erste Symptome der ADHS gezeigt und wie hat sich die Symptomatik dann weiter entwickelt? Welche Vorbehandlungen gab es im Zusammenhang damit?
f) Welche Möglichkeiten zur Unterstützung, welche Wünsche und Bedürfnisse hat der Patient und seine Bezugspersonen?
g) Welche Krankheiten sind in der Familie bekannt? Gibt es insbesondere Anhaltspunkte dafür, ob bei engen Familienangehörigen Anzeichen für eine ADHS bestehen?
2. die Verhaltensbeobachtung des Patienten und – bei Kindern und Jugendlichen – wie Patient und Eltern in der Untersuchungssituation miteinander umgehen.
ADHS Symptome müssen dabei nicht notwendigerweise auftreten;
3. die körperliche Untersuchung und die Beurteilung des Entwicklungsstandes.
Eine routinemäßige Durchführung von Laboruntersuchungen oder apparativen medizinischen Untersuchungen ist im Rahmen der ADHS-Diagnostik nicht erforderlich. Sie sollen aber durchgeführt werden, wenn das für die Abklärung möglicher zugrundeliegender somatischer Erkrankungen oder für differenzialdiagnostische Abklärungen von Bedeutung ist.
Die Symptomatik der ADHS ist in unterschiedlichen Altersgruppen verschieden ausgeprägt. Folgende altersspezifische Besonderheiten sollten bei der Diagnostik berücksichtigt werden:
• Die Diagnose einer ADHS soll vor dem Alter von drei Jahren nicht gestellt werden. Bei Kindern im Alter von drei bis vier Jahren kann die Diagnose in der Regel nicht hinreichend sichergestellt werden.
• Bei Kindern im Vorschulalter soll die Diagnose in der Regel nur bei sehr starker Ausprägung der Symptomatik gestellt werden.
• Bei jüngeren Kindern können sehr stark ausgeprägte Unruhe, Impulsivität und Ablenkbarkeit sowie Störungen der Regulation Risikofaktoren für die Entwicklung einer ADHS sein.
• Je jünger die Kinder sind, umso schwieriger ist eine Abgrenzung zu Normvarianten.
• Im Jugend- und Erwachsenenalter muss die im Verlauf der Pubertät oft einsetzende Verminderung der Hyperaktivität berücksichtigt werden.
Nachdem die Diagnose gestellt ist, sollte bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS abgeklärt werden, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Diese sollten dem Patienten vorgestellt und erläutert werden, damit er sich mit diesem Wissen dafür oder dagegen entscheiden kann (informierte Entscheidung). Außerdem sollte vom Behandler erfragt werden, welche dieser Behandlungsmöglichkeiten vom Patienten und seinen Bezugspersonen gewünscht und mitgetragen werden (partizipative Entscheidungsfindung).
Bei der Auswahl der Therapie sollten persönliche Faktoren (z. B. Leidensdruck), Umgebungsfaktoren, der Schweregrad der Störung sowie zusätzlich vorhandener Störungen und die Teilhabe berücksichtigt werden.
Bei erfolgreicher medikamentöser oder nichtmedikamentöser Therapie der ADHS-Kernsymptomatik soll gemeinsam mit dem jeweiligen Patienten und seinen Bezugspersonen
überprüft werden, ob zusätzlich bestehende Störungen oder Probleme weiter bestehen (z. B. aggressives Verhalten, Ängste oder Lernschwierigkeiten). Für diese begleitenden Schwierigkeiten sollten jeweils ein individueller Behandlungsplan aufgestellt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Das große ADHS-Handbuch für Eltern
Verantwortung übernehmen für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität
von Russell A. Barkley
5. aktualisierte Auflage , 2025, 504 Seiten, 45 €
Hogrefe Verlag ISBN 978-3-456-864334
ISBN: 9783456864334
https://www.hogrefe.com/de/shop/das-grosse-adhs-handbuch-fuer-eltern-101757.html
Rezension
In der jetzt neu erschienenen 5. Auflage vermittelt der Autor umfassende Informationen für Eltern von Kindern mit einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung).
„Helfen Sie mir, ich bin dabei, mein Kind zu verlieren“ ein Verzweiflungsschrei vieler Eltern – die Einführung beginnt daher mit Grundsätzlichem zur Erziehung von Kindern mit einer ADHS, die eine wesentliche Voraussetzung darstellt, um Kindern mit einer ADHS den Zugang in unsere Gesellschaft zu ermöglichen.
Im 1. Teil mit dem Titel „ADHS – was ist das?“ wird das aktuelle Wissen über die genetischen, neurobiologischen und neuropsychologischen Ursachen der ADHS vorgestellt. Dabei geht der Autor auch ausführlich darauf ein, was „nicht“ ADHS verursacht, was aber durchaus die Ausprägung einer ADHS beeinflussen kann.
Der 2.Teil ist dem Thema gewidmet: Verantwortung übernehmen: So vertreten Sie mit Erfolg die Interessen Ihres Kindes“. Dazu gehört, auffälliges Verhalten nicht zu ignorieren oder zu verharmlosen, sondern eine diagnostische Abklärung zu veranlassen, die Diagnose einer ADHS zu akzeptieren und Möglichkeiten zur Stärkung der eigenen Ressourcen zu suchen.
Im 3.Teil geht es darum, die ADHS zu bewältigen und Strategien für zu Hause und in der Schule zu etablieren. Der große Umfang dieses Teiles (knapp 200 Seiten) wird der Tatsache gerecht, dass diese, auch Psychoedukation genannten Maßnahmen ein Hauptbestandteil der Therapie einer ADHS darstellen – und ohne diese Maßnahmen eine medikamentöse Therapie einer ADHS in seiner Wirksamkeit deutlich gemindert ist.
Der 4.Teil ist der medikamentösen Therapie gewidmet.
Im Anhang findet der Leser wichtige Adressen, die Eltern betroffener Kinder zusätzlich unterstützen können – erfreulicherweise auch Adressen im deutschen Sprachraum.
Die 5. aktualisierte Auflage enthält Erkenntnisse und Ergebnisse aus jahrelanger Forschung und klinischer Praxis des Autors, der, wie er selbst schreibt, als Mensch, Vater, Großvater, Ehemann, Forscher, Lehrer, Supervisor und Therapeut sich diesem Thema seit Jahrzehnten widmet und als einer der Urgesteine der ADHS-Forschung und -therapie gilt.
Das Buch ist verständlich zu lesen und gut gegliedert. Nicht nur betroffene Eltern, auch die Kinder mit ADHS behandelnden Ärzte/Therapeuten finden in diesem Werk viele Antworten und Anregungen für den Umgang mit ihren Patienten und deren Eltern. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen für jeden, der im Bereich ADHS tätig ist. Für die kommende Auflage würde ich mir ein Kapitel „ADHS – wie es sich bei Mädchen auswirkt“ wünschen. Ein weiteres Wunschkapitel wäre „ADHS und Komorbiditäten – hinter was kann sich ADHS verstecken“, aber auch welche Störungen sollte man bei ADHS nicht übersehen.
Dr. Kirsten Stollhoff
Wiebke Hilscher (Autorin), Desiree Neumann (Illustrationen)
Die Sache mit dem Wollknäuel
2025, 194 Seiten, kartoniert, 18 €
ISBN-13: 979-8291937358
31 kindgerechte Kurzgeschichten, die ADHS-Kindern helfen, sich selbst besser zu verstehen.
Zielgruppe:
Kinder im Grundschulalter und darüber hinaus (ca. 6–12 Jahre), Eltern, Fachkräfte in Therapie, Pädagogik und im schulischen Kontext.
Wie ist das eigentlich – ein Wollknäuel im Kopf zu haben, das anders funktioniert als das vieler anderer? Das schnell und mehrspurig denken kann, dem aber manchmal auch alles zu viel oder zu laut wird? Das einem auch manchmal Stolpersteine in den Weg wirft.
Dieses, in einem Hyperfokus entstandene Buch begleitet Kinder mit ADHS und anderen neurodivergenten Besonderheiten durch ihren Alltag – der mal wild, laut und lustig sein kann, aber auch viele Fragen aufwirft und einen auch mal traurig und wütend machen kann. Besonders in Momenten starker Gefühle oder wenn man den Eindruck hat, zu viel oder nicht genug zu sein. In 31 einfühlsamen, kindgerechten Geschichten voller Verständnis, Humor und Mutmacher.
Bisher nur online erhältlich:
Diana Künne, Pädagogischer Verlag, Buchhandlung
https://dianakuenne.de/p/hilscher-die-sache-mit-dem-wollknaeuel
Amazon:
https://www.amazon.de/Die-Sache-mit-Wollkn%C3%A4uel-Kurzgeschichten/dp/B0FQXR2KTJ
Sara Dörwald und Tim Reichel
Konzentriert arbeiten mit ADHS
Die besten Tipps für Job und Beruf (Selbsthilfe für erfolgreiches Arbeiten mit ADHS für Erwachsene, Angestellte und Führungskräfte)
1. Aufl. Dezember 2024
Verlag Studienscheiss GmbH
https://www.studienscheiss.de/buecher/konzentriert-arbeiten-mit-adhs/
Paperback 192 Seiten, 19,99€ | Hörbuch 14,99 € | E-Book 9,99 €
ISBN 978-3-985971-98-5
Gerade ab Adoleszenz, wenn die Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit zunimmt und die externe Strukturierung der Eltern und Kontrolle abnimmt, haben viele von ADHS Betroffene erhebliche Schwierigkeiten, ihren Alltag zu meistern. Die durch ADHS beeinträchtigten Exekutivfunktionen wie Aktivierung, Organisation, Leistung und Emotionsregulierung stellen Stolpersteine im Erreichen der privaten und beruflichen Ziele dar.
Dieser Praxisratgeber vermittelt 30 ADHS-erprobte Techniken, die helfen sollen, den Alltag besser zu bewältigen. Wie finde ich meinen Fokus, wie bleibe ich motiviert und, vor allem, wie schaffe ich es, zu beginnen und nicht wieder aufzuschieben?
In 7 Kapiteln wird der von ADHS Betroffene dabei begleitetChaos zu beseitigen
„Ich habe mich durch mein ADHS nicht davon abhalten lassen, meine Ziele zu erreichen – und das solltest Du auch nicht“, wird Howie Mandel in der Einleitung zitiert. Dieser Ratgeber unterstützt dabei mit Hinweisen, Listen und Plänen, Fallen zu umgehen, wie z.B. sich durch Perfektionismus zu blockieren und die eigenen Stärken einzusetzen.
Die Autorin, Sara Dörwald, schreibt aus eigener Erfahrung. Selbst von ADHS betroffen, hat sie einen Hochschulabschluss und den Einstieg ins Berufsleben mit Erfolg geschafft. Zusammen mit dem Zeitmanagement-Experten Dr. Tim Reichel verrät sie in diesem Buch ihre besten Tipps und Tricks. Der Inhalt des Buches kann selbstständig erarbeitet werden, Kapitel für Kapitel je nach Bedarf. Er kann aber auch im Rahmen einer Therapie oder Gruppensitzung verwendet werden, was zu Beginn sicher hilfreich sein kann, um fokussiert in Bewegung zu kommen.
Der Ratgeber ist nicht nur für ADHS-Betroffene zu empfehlen. Auch für die, die Menschen mit ADHS betreuen – und auch für Menschen ohne ADHS-Diagnose, aber mit Neigung, ihr Ziel aus den Augen zu verlieren und aufzuschieben.
Dr. Kirsten Stollhoff
Dr. med. Heiner Lachenmeier
Mit ADHS erfolgreich im Beruf
So wandeln Sie vermeintliche Schwächen in Stärken um
Springer 2024, 2. AUfl., 242 Seiten, eBook 19,99 €, soft cover 24,99 €
https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-67241-9
Was ist ADHS, und vor allem, wie verhalten sich Menschen mit ADHS? Was bedeutet das für das Erleben der Betroffenen, welchen Einfluss hat es auf ihren Zugriff auf ihre Fähigkeiten, und wie wirkt sich das auf das Arbeitsleben aus?
Ausgehend von diesen Fragestellungen zeigt der Autor aus wissenschaftlicher Sicht und in leicht verständlicher, gut konsumierbarer und humorvoller Weise auf, wie sich ADHS auf das Arbeitsleben auswirkt und welche Chancen sich mit einem besseren Verständnis dieser neurologischen Variante auftun können. Denn unter bestimmten Bedingungen kann ADHS in einigen Arbeitsbereichen klare Vorteile bieten! Selbstverständlich werden aber auch mögliche Schwierigkeiten im Berufsleben beleuchtet und dafür konkret umsetzbare Lösungswege aufgezeigt.
Leser mit und ohne ADHS werden die spezielle Aufarbeitung dieses wichtigen Themas ebenso schätzen wie die leichte Umsetzbarkeit der vielen praktischen Tipps&Tricks, die aus zahlreichen Studien und der langjährigen intensiven Arbeit des Autors mit Betroffenen – und dem eigenen ADHS - resultieren. Jugendliche und junge Erwachsene und deren Eltern finden hilfreiche Unterstützung, um erfolgreich in der Arbeitswelt durchzustarten – mit, trotz oder gerade wegen ADHS!
Für die 2. Auflage wurde das Buch gründlich überarbeitet und erweitert, alle Abbildungen sind nun in Farbe enthalten. Neue Kapitel bieten weitere Anregungen aus dem reichhaltigen Fundus des Autors: Der Leser erfährt, wie Angst und Mut bei ADHS miteinander Hand in Hand gehen, wie Berufsbeziehungen bei ADHS gut gelingen und wie ein Perspektivwechsel gewinnbringend für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit ADHS sein kann. In Anerkennung des Interesses der Vorgesetzten und Arbeitgeber, die dieses Buch lesen, wird mit einer Tabelle ein schneller Überblick der wichtigsten beruflichen ADHS-Situationen, deren Hintergründe und Tipps zum Umgang damit geboten.
Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz
Weibliche AD(H)S
Wie Frauen mit AD(H)S erfolgreich, selbstbewusst und stabil leben können
KöselVerlag, Paperback, 256 Seiten, 2024, 18 €
ISBN 9783466348114
https://www.penguin.de/Paperback/Weibliche-AD-H-S/Astrid-Neuy-Lobkowicz/Koesel/e619211.rhd
„Leider vermülle ich in meiner Bude und ich warte darauf, dass irgendetwas passieren wird, um sie wieder in Ordnung zu bringen. Ich fühle mich aber nicht zuständig.
ich bin eine Meisterin im Erschaffen von Chaos –und noch dazu im Speedgang. Mein Vater hat mich immer Schrankschlampe genannt, das hat mich sehr gekränkt – aber leider hatte er recht.
So berichtet Klara über ihren bisherigen Werdegang ihrer Ärztin, Frau Neuy-Lobkwisz, die bei ihr die Diagnose ADHS stellte. Wie so viele Frauen hat Klara erst im Erwachsenenalter ihre Diagnose ADHS erhalten und damit eine Erklärung dafür, warum sie sich von klein auf an „anders“ fühlte und vieles in ihrem Leben schwierig war. Die Autorin des Buches stellt dem Leser anschaulich und Praxis fundiert das weibliche AD(H)S vor. Was ist anders bei AD(H)S-Frauen, warum werden sie so spät diagnostiziert und wie erkennt man sie, bevor sie immer am Limit, sich selbst überfordernd, bereits zusätzliche Begleiterkrankungen, wie internalisierende psychiatrische Störungen entwickeln. Die Autorin geht auf die vielen Problembereiche bei AD(H)S wie Umgang mit Finanzen, Beruf, Beziehungen , Hypersensitivität und permanente Überforderung ein. Ihre langjährige therapeutische Erfahrung aber auch ihre eigene Betroffenheit ermöglicht ihr im letzten Abschnitt des Buches Strategien im Umgang mit der eigenen AD(H)S vorzustellen. Und sie zeigt deutlich auf, Frauen mit einer AD(H)S können erfolgreich, selbstbewusst und stabil leben und wie sie auch das positive einer AD(H)S genießen: unvorhersehbare spannende Erlebnisse, verrückte Einfälle, Humor und Kreativität.AD(H)S weiblich kann ich uneingeschränkt jedem Kollegen, der sich mit ADHS bei Kindern bis hin zum Greisenalter beschäftigt, empfehlen, aber auch den vielen Selbstbetroffenen. Und ich bin überzeugt, dass durch die Lektüre des Buches wir dem Ziel der Autorin, das AD(H)S bei Frauen früher erkannt, den Leitlinien entsprechend diagnostiziert und therapiert und damit der Leidensweg verkürzt wird, näher kommen.
Liebe Astrid, vielen Dank, dass Du dieses Buch geschrieben hast!
Kirsten Stollhoff
Sabi Kasper, Lorena Veerkamp: Nelli Nashorn. Nur Einhörner im Kopf
Ein Mutmach-Buch für alle Tagträumer:innen
ISBN978-3-945677-26-1
Neunmalklug-Verlag, 2024, 72 Seiten, 20 €
https://neunmalklug-verlag.de/
Ein Lesebuch für Kinder mit Konzentrationsschwierigkeiten und ADHS.
Ab 5 Jahren zum Vorlesen oder ab 8 Jahren zum Selberlesen.
„Nelli Nashorn, träumst Du schon wieder?“ Diesen vorwurfsvollen Satz hört nicht nur Nelli Nashorn immer wieder, sondern auch viele Kinder - vor allem Mädchen - mit einer ADHS ( Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung).
Die Autorinnen erzählen das Leben der kleinen Nelli Nashorn mit viel Empathie und Kenntnis über den Leidensweg von Kindern mit einer ADHS. Die Flucht in eine Traumwelt – hin zum Einhorn – wird nachvollziehbar und auch die Hoffnung, mit gemeinsamem Einsatz und viel Verständnis und mit einer guten Elefantenfreundin die erhöhte Ablenkbarkeit zu mindern. Die kreativen Zeichnungen unterstreichen das Gelesene.
Nelli Nashorn ist für jedes Kind mit einer ADHS ein „Mutmach-Buch“ und sollte auch von Eltern von betroffenen Kindern und Erziehern gelesen werden, um sich besser in die Situation ihres Kindes hineinversetzen zu können.
Dr. Kirsten Stollhoff
Lisa Vogel: Hirngespinste - Mein Leben mit ADHS
Komplett Verlag Meda 2023, Buch, 208 Seiten, 22 €
https://www.komplett-media.de/de_hirngespinste_200657.html
Dieses hervorragende Buch „Hirngespinste“ von Lisa Vogel (Verlag Komplett-Media) über ADHS ist v.a. eins: authentisch.
Anhand in unserer Gesellschaft leider immer noch weit verbreiteter Mythen über ADHS, wie:
ADHS gibt es nicht!
ADHS haben doch nur kleine Jungs!
Du kannst ADHS nicht als Ausrede für Alles benutzen!
Ein bisschen ADHS hat doch jeder mal! und
Kannst Du Dich nicht mal zusammenreißen?
stellt Lisa Vogel zunächst einige wichtige, wissenschaftlich fundierte neurobiologische Grundlagen und die daraus resultierende Symptomatik gut verständlich dar.
Ebenso systematisch erläutert sie wichtige diagnostische Schritte und Therapiemöglichkeiten ein, vorbehaltlos auch eine oft verschmähte medikamentöse Therapie („pill shaming“).
Früh geht sie aber auch auf Ihre eigene Geschichte ein und lässt uns lebendig daran teilhaben. Typisch weibliches „Masking“ der ADHS-Symptome in Kindheit und Jugend, ihren Leidensweg über Diagnose einer Depression und später einer Angststörung, über erfolglose therapeutische Interventionen bis zur späten Diagnosestellung mit dem, was dann mit ihr geschah.
Großen Raum nimmt anschließend die Selbsterfahrung, das Leben und Erleben in allen Alltagsbereichen aus der Perspektive einer ADHS-Betroffenen ein. Das Gefühl, „anders zu sein“, „nicht genug zu sein“, „falsch zu sein“ zu überwinden und zu einer Selbstakzeptanz zu finden. Lisa Vogel will dabei kein „Rezeptbuch“ für ADHS-Probleme schreiben, sondern versucht den Spagat, zwischen der eigenen Denkweise und der normotypischen Welt zu vermitteln.
Sie ermutigt, sich selbst besser kennenzulernen und will dabei weder pathologisieren, noch bagatellisieren. Begriffe wie „Bore-out“ und die „Energie-Löffel-Theorie“ sind auch für Insider spannend zu lesen.
Damit ist dieses Buch nicht nur wertvoll für von ADHS-Betroffene und deren Angehörige, sondern auch für Ärzte, Therapeuten und alle Menschen, die in ihrer Umgebung mit ADHS zu tun haben.
Ihr Ziel, die Geschichte von vielen ADHS-Betroffenen sichtbar machen, ADHS in unserer Gesellschaft sichtbar werden zu lassen, hat sie aus meiner Sicht erreicht.
Ich wünsche allen viel Spaß bei der Lektüre!
Dr. Wolfgang Kömen
Kinder- und Jugendarzt, Essen
Das Chancenbuch für Erwachsene
Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz
Gräfe und Unzer 2023
ISBN 978-3-8338-9011-6
https://www.gu.de/produkte/koerper-geist-seele/alternativ-heilen/habe-ich-adhs-neuy-lobkowicz-2023/
Rezension
Die Autorin, ADHS-Expertin für Erwachsene und Fachärztin, beschreibt in ihrem jetzt erschienen Buch kompetent und ausführlich die klinische Symptomatik einer ADHS über die Lebenspanne hinweg. Dabei vermittelt sie einen eindrücklichen Einblick, wie ADHS den Alltag verändern kann. Im zweiten Teil folgen die leitlinienorientierten therapeutischen Möglichkeiten. Der 3. Teil ist dem „Leben mit ADHS“ gewidmet. Die Autorin beschränkt sich nicht darauf, nur die „Defizite“ aufzuzählen, sondern sie schreibt ressourcenorientiert „was kann ich Gutes aus meiner ADHS machen, worin liegen meine Stärken“. In dem sie die Stärken in den Vordergrund stellt ohne die Schwächen zu negieren, wird das Negativimage der zerebralen Entwicklungsstörung ADHS gemindert. Zu hoffen ist, dass dies der Auftakt wird, diese Störung zu enttabuisieren. Immer noch erleben wir Menschen mit ADHS oder mit Kindern mit einer ADHS die Angst haben, sich zu „outen“, da sie eine negative Einstellung des Umfeldes befürchten.
Das Buch ist spannend zu lesen auch nach einem arbeitsreichen Alltag, der Leser erfährt viel über sich selbst, so er selbst betroffen ist, lernt aber auch viel über die Besonderheiten, die Stärken wie Schwächen seiner Patienten. Er erhält Anregungen, wie er die Betroffenen unterstützen und ihr Selbstwertgefühl fördern kann . Man spürt die Erfahrung der Autorin, die selbst eine ADHS hat, die Mutter von Kindern mit einer ADHS ist und als Ärztin schon über viele Jahre Erwachsene mit einer ADHS diagnostiziert und therapiert/begleitet. Dieses Buch ist zu empfehlen für alle, in deren Leben ADHS eine Rolle spielt, sei es privat oder beruflich, und die offen dafür sind, ADHS als eine Stärke zu verstehen, die aber das Leben für sich selbst und für die anderen erschweren kann.
Dr. Kirsten Stollhoff
Herder Verlag, 2023
ISBN 9783431602115
24 €, eBook 20,99 €
https://www.herder.de/leben/shop/p6/81287-ich-liebe-dich-so-wie-du-bist-klappenbroschur/
„Kinder machen ihre Sachen gut, wenn sie können“ – und nicht, wie meist postuliert wird „Kinder machen ihre Sache gut, wenn sie wollen“. Aufbauend auf diese These von dem amerikanischen Kinderpsychologen Ross Green vermitteln die Autoren ihren Lesern Informationen über die psycho-emotionale Entwicklung des Kindes und Verhaltensideen, um die Gefühle ihrer Kinder anzunehmen, zu verstehen und liebevoll zu begleiten. Ein Schwerpunkt stellt das Verständnis und der Umgang mit kindlichen Wutanfällen dar, die auch im klinischen Alltag zunehmend eine große Rolle spielen: was mache ich, wenn mein Kind austickt, was sollte ich vermeiden, um die Wut nicht zu verstärken – bei dem Kind aber auch bei mir selbst. Wie sinnvoll sind Auszeiten. Und vor allem, wie schaffe ich es mit liebevollem Verhalten , meinem Kind Grenzen, Regeln und Respekt zu vermitteln. Anschaulich mit vielen Beispielen und „Verhaltenstrainings“ unterstützen die Autoren den Leser auf diesem schwierigen Weg.
Ein weiteres Thema stellt das Erkennen und der Umgang von kindlichen Ängsten dar, die Trauerbegleitung und die Unterstützung in Trennungssituationen. Bei all dem werden aber auch die Belastungen, die auf den Eltern ruhen, nicht übersehen und ressourcenorientiert darauf eingegangen, dass auch die eigenen Bedürfnisse beachtet werden müssen und wie sie in Einklang zu bringen sind mit den enormen Herausforderungen, die die Erziehung mit Kindern vor allem, wenn diese in ihrer psycho-emotionalen Regulation überfordert sind, mit sich bringen.
Die Autoren sind Psychologen und leiten die Akademie für Lerncoaching in Zürich. Sie haben einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Kindern, die „anders sind“ als die anderen. Dadurch hebt sich ihr Buch deutlich von den zahlreichen Büchern über Kindererziehung ab. Dieses Buch dient als Elterncoach, ist anregend zu lesen und ermöglicht dem Leser, in kleinen Abschnitten individuell auf die Situation angepasst, alte oft wenig hilfreiche Verhaltensmuster zu durchbrechen.
Nicht nur für Eltern ist die Lektüre des Buches empfehlenswert. Auch für Kollegen, die im klinisch/praktischen Alltag zunehmend mit psycho-sozialen Problemen ihrer Patienten konfrontiert werden und damit zum mehr oder weniger professionellen Ratgeber mutieren.
Dr. Kirsten Stollhoff
Caterina Gawrilow
Lehrbuch ADHS
Modelle, Ursachen, Diagnose, Therapie
2023 | 3., aktualisierte Auflage
191 Seiten, UTB (Verlag), 33 €
978-3-8252-5999-0 (ISBN)
Zur Autorin Frau Prof. Dr. Gabrilow: https://uni-tuebingen.de/en/faculties/faculty-of-science/departments/psychology/research-groups/school-psychology/team/
Rezension
Das Buch ist gerichtet an Psychologen und Pädagogen in der Ausbildung, um ihr Wissen über ADHS zu erweitern. Es ist in 3 Abschnitte gegliedert:
Thema des 1. Teils des Buches im 1.Kapitel ist die Geschichte der ADHS.
Im 2.Kapitel gibt die Autorin über 20 Seiten einen kurzen Überblick über Kernsymptome und Subtypen der ADHS gemäß dem DSM und ICD und weist auf die durch ADHS bedingten Stärken hin. Das 3. bis 6. Kapitel ist den psychiatrischen Komorbiditäten gewidmet, bis hin ins Erwachsenenalter, sowie differentialdiagnostischen Erwägungen und der Prävalenz: Hier werden auch kurz Geschlechterunterschiede erwähnt.
Im 2. Teil des Buches geht die Autoren zunächst auf die Ursachen der ADHS ein. Verschiedene Ätiologie-Modelle werden vorgestellt, psychosoziale Faktoren und Umwelteinflüsse erörtert. Die Störungen der exekutiven Funktionen und die eingeschränkte Selbstregulationsfähigkeit werden in der Folge detaillierter dargestellt. In den letzten beiden Kapiteln des 2. Teiles wird die Entwicklung der ADHS vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter erfasst.
Der 3.Teil des Buches ist der Diagnostik, den psychologischen und kurz auch medizinischen Interventionen gewidmet.
Kommentar
Die Intention der Autorin ist, eine Seminarlektüre für Studierende in Psychologie, Pädagogik und Lehramt anzubieten. Das ist ein wichtiges Anliegen, da der Wissenstand gerade in diesen Fachbereichen oft nicht ausreichend ist, um Kinder mit einer ADHS pädagogisch hilfreich zu unterstützen. Der Leser profitiert von der beruflichen Erfahrung der Autorin als Professorin für Schulpsychologie an der Universität Tübingen. Die Autorin stellt in ihrem Werk auch eigene Studien über Verhaltensweisen bei Kindern mit ADHS vor, wobei allerdings die niedrige Fallzahl nur bedingt aussagekräftige Bewertungen ermöglicht. Gerade für angehende Lehrkräfte, evtl. auch für Eltern, sind ihre Anregungen im Bereich der psychoedukativen Maßnahmen hilfreich, wie z.B. die „wenn … dann“ Regel, die das betroffene Kind unterstützen sollen, seine Selbstregulation und Impulskontrolle zu verbessern. Auch der Hinweis auf die Notwendigkeit von Strukturen ist unbedingt zu bestätigen. Die Bedeutung, die die Autorin jedoch den zahlreichen kognitiven Trainingsmodellen einräumt, ist nur begrenzt nachzuvollziehen. Hier sollte der Leser sich an den S3-Leitlinien ADHS, die gerade wieder aktualisiert werden, orientieren und in denen diese Trainings als wenig effektiv bewertet werden. Dies entspricht auch der internationalen Konsensuserklärung der „World Federation of ADHD“.
Die von der Autorin vorgeschlagene Diagnostik der ADHS geht weit über die in den S3-Leitlinien ADHS geforderten diagnostischen Maßnahmen hinaus. Das mag auch daran liegen, das letztere praxisorientierter sind, als die theoretischen Ausführungen der Autorin. Als kleinster gemeinsamer Nenner ist in den „Leitlinien ADHS“ eine ausführliche Fremd-/ Eigen-/ Entwicklungsanamnese, die klinische und neurologische Untersuchung des Betroffenen, sowie standardisierte Fragebögen mit Fremd- und bei älteren Kindern auch Eigenbeurteilung, konsentiert worden. Auch EKG/EEG-Untersuchungen sowie Blutuntersuchungen sind nur bei Bedarf indiziert. Die Zurückhaltung und kritische Bewertung einer medikamentösen Therapie ist evtl. der Tatsache geschuldet, dass dieser Bereich nicht dem Tätigkeitsfeld der Autorin entspricht. Es ist aber erstaunlich, woher sie die Information von 25-30% Nonrespondern einer medikamentösen Therapie erhalten hat: das entspricht nicht der klinischen Praxis: Bei gründlicher Diagnostik, guter Aufklärung und sorgfältiger Dosierung sehen wir max. 5% Abbrüche, bedingt durch nicht ausreichende Wirkung bzw. nicht tolerabler Nebenwirkungen. Dass die Neurobiologie nur kurz erwähnt wird, ist bedauerlich. Gerade für Nichtmediziner ist das Wissen über die Neurobiologie für das Verständnis der neuropsychologischen Auffälligkeiten hilfreich. Für den Pädagogen aber auch Psychologen wäre auch wichtig, mehr auf die psychosomatischen Folgen einer ADHS einzugehen, wie Kopf-/Bauchschmerzen sowie den erhöhten Erschöpfungszustand, der vor allem bei Mädchen mit einer ADHS beobachtet wird. Die Autorin geht zwar kurz auf Unterschiede der Geschlechter ein, die wichtige Rolle der Östrogene und die Zyklusabhängigkeit werden jedoch nicht erwähnt.
Das Buch ist eingeschränkt empfehlenswert für die von der Autorin benannten Zielgruppe. Für den schnellen Leser sind auch die vor grauem Hintergrund zusammengefassten Inhalte hilfreich. Der Kinder- und Jugendarzt wird wenig Weiterführendes erfahren, auch weil die meisten Literaturquellen schon > 14 Jahre alt sind. Er sollte auch, wenn er es an Eltern weiterempfiehlt, sich auf lange Diskussionen hinsichtlich kognitiver Trainings einstellen.
Dr. Kirsten Stollhoff
Christine Carl et al : Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S
Beltz Verlag ISBN 978-3-407-86704-9
4. Auflage 2023-08-06, 20 €
https://www.beltz.de/sachbuch_ratgeber/produkte/details/48680-die-welt-der-frauen-und-maedchen-mit-adhs.html
Viele Frauen und Mädchen wissen nicht, dass sie eine ADHS haben – und das ist gut so. Sie werden für ihren schnellen Blick geschätzt, ihre Lebendigkeit und Spontaneität, ihre Vorstellungskraft und ihr soziales Engagement. Und ihr Hang zum Chaos, ihre Verpeiltheit wird wohlwollend als Teil ihrer Persönlichkeit betrachtet. Und sie leben gut mit ihren Besonderheiten.
Andere Frauen und Mädchen wissen ebenfalls nicht, dass sie eine ADHS haben – und das ist nicht gut so. Denn sie sind mit ihrem Leben unzufrieden und wünschen sich Herausforderungen. Gleichzeitig fühlen sie sich von den Anforderungen, die an sie gestellt werden, überfordert und quälen sich mit Routinen. Nicht selten werden sie abgelehnt, ausgeschlossen oder gekündigt. Und von diesen Frauen berichten die Autoren. Denn immer noch wird ADHS bei Frauen zu oft übersehen. Nicht selten werden nur die Komorbiditäten erkannt wie Angststörung, emotionale Dysregulation, Depression.
In 9 Kapiteln bringen die Autorinnen, Mitglieder der Freiburger Arbeitsgruppe ADHS den Lesern die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S nahe. Die letzten 2 Kapitel sind der Therapie von Selbsthilfe über psychoedukative Maßnahmen bis zur Medikation und Verhaltenstherapie gewidmet.
Kommentar
Das Buch lebt von der langjährigen praxisorientierten Erfahrung der Autorinnen mit Frauen mit einer ADHS. Es ist auch nach einem anstrengenden Arbeitstag gut zu lesen und wird durch Tabellen und Arbeitsanweisungen aufgelockert. Es ist nicht nur Selbstbetroffenen mit einer ADHS zu empfehlen sondern auch allen Ärzten und Therapeuten, die junge Mädchen und Frauen mit einer ADHS betreuen. Und vielleicht hilft es ja sogar dabei, dem Kinder- und Jugendarzt bei Müttern mit einer ADHS diese zu erkennen und eine Diagnostik und Behandlung zu veranlassen. Den Betroffenen selbst aber auch der ganzen Familie wäre damit sehr geholfen – und auch der Praxis: Termin werden dann verlässlicher wahrgenommen.
Dr. Kirsten Stollhoff
Helga Simchen
ADS. Unkonzentriert, verträumt, zu langsam und viele Fehler im Diktat
Diagnostik, Therapie und Hilfen für das hypoaktive Kind
ISBN-13-978-3-17-037539-0
Verlag: Kohlhammer Verlag, 11. Auflage 2021
Preis: 22,00 € | eBook 19,99 €
Cordula Neuhaus
ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung
ISBN-13-978-3-17-037146-0
Verlag: Kohlhammer, 5. überarbeitete und erweiterte Auflage 2020
Preis: 24,00 € | eBook 21,99 €
Thomas E. Brown
ADHS bei Kindern und Erwachsenen – eine neue Sichtweise
ISBN 978-3-456-85854-8
Hogrefe Verlag, 2018, 29,95 €
Astrid Neuy-Bartmann
ADHS
Erfolgreiche Strategien für Erwachsene und Kinder
ISBN-13-978-3-608-96277-2
Verlag: Klett-Cotta Verlag, 9. Auflage, 2017, 20,00 €
Stefanie Rietzler, Fabian Grolimund
Erfolgreich lernen mit ADHS
Der praktische Ratgeber für Eltern
ISBN-13: 978-3456856186
Verlag: Hogrefe, vorm. Hans Huber, 2. Auflage 2016
Preis: 24,95 € | eBook 21,99 €
Anna Maria Sanders
Ich dreh gleich durch!
Tagebuch eines ADHS-Kindes und seiner genervten Leidensgenossen
ISBN-13: 978-3579086330
Verlag: Gütersloher Verlagshaus, 3. Auflage 2016, 20,00 €
Doris Ryffel-Rawak
Wir fühlen uns anders!
Wie betroffene Erwachsene mit ADS/ADHS sich selbst und ihre Partnerschaft erleben
ISBN 13: 9783456756721
Verlag: Hogrefe, vorm. Hans Huber, 3. Auflage 2016, 16,99 €
Anja Freudiger
Mein großer Bruder Matti
Kindern ADHS erklären
ISBN: 978-3-86739-072-9
Verlag: Balance Buch + Medien, 2. Auflage 2015
Preis: 17,00 € (gebunden)
Adam Alfred, Stefanie Eiden, Klaus Werner Heuschen, Astrid Neuy-Bartmann, Ulrich Rothfelder:
AD/HS - Praxishandbuch
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung und ihre Begleiterkrankungen - Ein praktischer Leitfaden für Kinder und ihre Eltern, Jugendliche, Erwachsene, Lehrer und Therapeuten
ISBN-13-978-3-9813333-1-2
Verlag: ADHS Zentrum München, 2. Aufl. 2013, 22,95 €
https://adhs-muenchen.net/adhs-zentrum/buecher-videos/
Anna Gavalda
35 Kilo Hoffnung
ISBN: 978-3-8458-0181-0
Verlag: ars Edition, 2013
Preis: 6,99 €
Just Lauer, Visnja Lauer, Arno Backhaus
Ach du Schreck! ADS
Vom Chaoskind zum Lebenskünstler
ISBN-13: 978- 9783865065667
Brendow Verlag, eBook, 2013, 9,99 €
Doris Ryffel-Rawak
ADHS bei Erwachsenen
Betroffene berichten aus ihrem Leben
ISBN-13 9783456744667
Verlag: Hans Huber Verlag, 2. Auflage 2007
gebraucht oder eBook 14,99 €
Fritz Jansen, Uta Streit
Positiv Lernen
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit Beiträgen zu Legasthenie und Dyskalkulie. Das IntraActPlus-Konzept.
ISBN 978-3540212720
Springer Verlag, 2. Auflage 2006,
39,99 € | eBook 22,47
Kirsten Stollhoff (Hrsg.), Wilma Mahler, Karin Duscha
Hochrisiko ADHS
Plädoyer für eine frühe Therapie
ISBN-13-978-3-7950-0796-6
Verlag: Schmidt-Römhild Verlag, 2. Auflage 2003, 14,80 €
Was können Eltern selber tun? Können Eltern etwas tun, um die Verhaltensprobleme ihres Kindes zu bessern? Durch ihren erzieherischen Einfluss können Eltern die Auswirkungen von ADHS und das Verhalten der Kinder beeinflussen.
Zum Beitrag
Viele Menschen mit einer ADHS fühlen sich im sozialen Bereich vielen Reizen ausgesetzt und fühlen sich sozial erschöpft. Diese Aspekte aus dem ADHS-Spektrum werden viel zu selten beachtet und thematisiert.
Freundlicherweise stellt uns Frau Sibylle Fünfstück - Heilpraktikerin für Psychotherapie in Berlin - einen Gastbeitrag zu diesem Problembereich zur Verfügung.
Aus ihrer psychotherapeutischen Praxis kennt sie die Besonderheiten und Belastungen, die durch die Reizoffenheit entstehen. Sie beschreibt einfühlsam die Schwierigkeiten mit der dauerhaften Anspannung, die Anstrengungen zur Erfüllung der sozialen Anforderungen bis zur völligen Erschöpfung.
Frau Fünfstück gibt Hinweise zur Selbstfürsorge und zeigt wie schon kleine Strategien im Alltag zu einer größeren sozialen Resilienz führen können.
Link zum Text
Gemeinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden machen Freude und tun allen gut. Hier ein paar Ideen.
Zum BeitragHirn & Hurz
Wir sind Joshua und Lydia und teilen Erfahrungen und Strategien aus unserer Beziehung mit AD(H)S für eure Gesprächsanstöße.
Die Folgen erscheinen monatlich, seit 2023.
Video-Podcast der Pronova BKK - 25.09.2025 45:47 min
Gespräch mit der selbst betroffenen Journalistin und Autorin Angelina Boerger ("Kirmes im Kopf") und Dr. Matthias Rudolph, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
Es wird gesprochen u. a. über:
- typische Symptome bei Erwachsenen
- häufige Fehldiagnosen und späte Erkennung
- wirksame Behandlungsansätze
DLF Sprechstunde - 02. September 2025 - 53:27 min
Magdalena Schmude im Gespräch mit Frau Prof. Dr. Alexandra Philipsen, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Bonn
Lola Weipert hat ADHS
EXTRA - Das Magazin | RTL Doku
Podcast mit Dr. Frank W. Paulus - 21. Juli 2023, 50:06 min
Wie lange darf gedaddelt werden, ohne dass es schon Abhängigkeit ist? Es hängt ganz vom Alter und qualitativen Kriterien ab, ob die „Dosis“ steigt und das Leben davon beeinträchtigt wird. Dr. Frank W. Paulus, leitender Psychologe der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Homburg / Saar gibt im Gespräch mit Dr. Axel Enninger zu bedenken, dass Sätze wie: „Lass das doch, das ist doch Quatsch!“ kaum weiterhelfen. Eher unterstützt das Umfeld durch Mediennutzungsregeln, Vorbildfunktion und die „Minimal-Intervention" Interesse zu zeigen. Im Hinterkopf behalten sollten Pädiater, dass eine weitere psychische Störung hinter exzessivem Gaming und Messaging stecken kann.
Bayern2 - radioWissen - 29.08.2024 · 23 Min.
Was früher Zappelphilipp hieß, nennt sich heute ADHS. Mädchen leiden eher an der verträumten Form der Krankheit: ADS. Auch Erwachsene sind betroffen - oft ohne es zu wissen.
Von Veronika Bräse
Hier werden ausgewählte Sendungen zum Themenbereich ADHS verlinkt. Die AG übernimmt keine Verantwortung für die Inhalte. Sie liegt bei den Sendern.
NDR Info Synapsen - 22.12.2023, 79 min
Ist es Wahrheit oder Wahrnehmung, dass ADHS zugenommen hat? In den sozialen Medien ist es ein Trendthema - kann das auch nützlich sein?
Die Ursachen der psychischen Störung ADHS sind nach wie vor nicht eindeutig identifiziert, doch die Zahl der Diagnosen hat zugenommen. Denn nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene können darunter leiden. Und bei Mädchen wurde die Störung oft übersehen.
"Hat das Kind nur zu viel Energie oder ADHS?" Warum es für viele Menschen - besonders Eltern - hilfreich wäre, wenn es eine Biomarker-Diagnostik für ADHS gäbe, hat sich die Journalistin Lucie Kluth von Forschenden erklären lassen. Mit Host Korinna Hennig erörtert sie, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, von Ritalin bis Lerntrainings, welche positiven Aspekte sich bei ADHS zeigen können und welche Risikofaktoren existieren.
DLF Zeitfragen 02.02.2023 | 29:48 Minuten
Autismus, ADHS, Zwangsstörungen. Wenn neurobiologische Unterschiede als Dispositionen unter anderen betrachtet werden, sind diese Phänomene Bestandteile menschlicher Vielfalt und keine „Krankheiten“. Was kann das Konzept der Neurodivergenz bewirken?
DLF Zeitfragen· 28.07.2022 | 7:05 Minuten
ADHS ist eine der häufigsten psychischen Störungen von Kindern. Aber auch Erwachsene können unter der Entwicklungsstörung leiden – wenn diese bei ihnen nicht früher erkannt und therapiert wurde. Welche Behandlung ist dann für sie die richtige?
WDR Planet Schule 30.03.2022 | 3:12 Minuten
Knietzsche meint, dass ADHS wie ein Kolibri wirkt - man flattert mit Vollgas knallbunt durchs Leben, kann andere Menschen aber auch ganz schön überfordern. Wenn jemand ADHS hat, dann interessiert er sich vielleicht für tausend Dinge gleichzeitig oder er ist abgetaucht in einer Phantasiewelt. Das Gehirn geht ganz eigene Wege, aber dabei kann auch die größte Kreativität entstehen und wunderbare Kunst erschaffen.
DLF Nova 24.03.2022
Wie kann man achtsam sein im Moment, wenn genau das Problem ist? Tatsächlich gibt es Achtsamkeitsübungen, die speziell für Menschen mit ADHS entwickelt wurden.
Bayern 2 03.11.2021 · 5 Min.
Lange dachte man, nur Kinder würden an ADHS erkranken, an einer "Aufmerksamkeits-defizit-Hyperaktivitätsstörung". Im Erwachsenenalter würde sich das bei den meisten Menschen dann "auswachsen". Doch eine Studie aus den USA legt nahe: viele leiden auch als Erwachsene noch an der Krankheit.
SWR2 · 27.07.2021 · 28 Min.
Gut 30 Jahre ist ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung) als Krankheit klassifiziert, seither wird über die Therapie dieser Verhaltensauffälligkeit gestritten. Heute wird zur Behandlung von ADHS stärker auf Pillen gesetzt als früher. Kritiker warnen jedoch vor den Nebenwirkungen.
ZDFtivi - stark! 09.07.2023
Der 11-jährige Luka aus Slowenien hat ADHS. In der Schule bereitet ihm das Probleme und er findet keine Freunde.
funk 30. März 2021
Von AD(H)S hat jede:r schon mal gehört, aber was genau heißt das eigentlich, AD(H)S zu haben? Wie äußert sich das? Und was ist dran an bekannten Mythen wie “nur Kinder können AD(H)S haben” und “AD(H)S kommt durch schlechte Erziehung”?
Die nachfolgenden Links sind subjektiv ausgewählt und wir freuen uns über Ergänzungen! Wir möchten aktuell bleiben und bitten darum, uns auf unpassende und "tote" Seiten hinzuweisen. Besten Dank!
vielfältig und aktuell, angegliedert an die Uni Köln
bundesweites Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS, moderiert mit der Uni Köln
Selbsthilfe für Menschen mit ADHS | Vielfältige, gut fundierte und praktische Informationen
informiert über AD(H)S sowie über Teilleistungsschwächen und Verarbeitungsstörungen
für schwierige Erziehungssituationen mit Ihrem Kind